Rasenpflege

Jeder hat seine eigenen Vorstellungen und Vorlieben, wie sein Rasen aussehen soll. Ich selber liebe ihn halt perfekt. Nachdem ich ihn neu angelegt hatte, dachte ich (etwas gutgläubig), es sei ja nun kein Problem, ihn in diesem perfekten Zustand beizubehalten. Irrtum!

Denn man soll aber die Rechnung nie ohne seine „Freunde“ – wie Maulwurf und Wühlmaus – machen. Es sind die hartnäckigsten Tiere, die ich kennengelernt habe. So entzückend ein Maulwurf auf einem Foto auch aussehen mag, so sehr kostet er dir Nerven, wenn er im Garten wütet. Ich habe mittlerweile alle auf dem Markt verfügbaren Mittel und Gegenmaßnahmen ausprobiert. Fazit: viel Geld und Mühe ohne dauerhaftem Erfolg.

Letztendlich ist mir aber doch ein kleiner Erfolg vergönnt. Ein Wühlmausgitter unter dem Rollrasen hat die Unholde von meiner Rasenfläche in die Pflanzflächen vertrieben. Immerhin ein Teilerfolg!

Anleitungen für den perfekten Rasen

PFLEGE BEI NEU BESÄMTEN RASEN

  • In den ersten 14 Tagen ist regelmäßiges Bewässern wichtig, es dürfen jedoch keine Lacken im Rasen entstehen. (Auch untertags bei praller Sonne gießen, da sonst das Saatgut vertrocknen würde)
  • Der erste Schnitt ist bereits fällig, wenn das Gras ca. 6-8 cm hoch ist. Am besten zwei Tage vor dem Mähen nicht mehr gießen. 
  • Ideal wäre der erste Schnitt mit einem Luftkissen-Mäher und Holztafeln auf den Schuhen, da sonst durch einen schweren Rasenmäher Rillen im Rasen entstehen können.
  • Sollte beim Anbauen kein Startdünger eingearbeitet worden sein, ist nach dem zweiten Schnitt eine Düngung notwendig. Spezialrasendünger (bei uns erhältlich), die langsam die Nährstoffe abgeben, sind besser als z.B. Blaukorn.
  • Die meisten Unkräuter, die nach dem Neubesämen aufgehen, werden durch den regelmäßigen Schnitt unterdrückt und verdrängt. Die restlichen können nach ca. einem halben Jahr mit einem Unkrautvernichter (bei uns lagernd) getilgt werden.

PFLEGE BEI NEU VERLEGTEM ROLLRASEN

  • Regelmäßiges Gießen (es dürfen keine braune Ränder entstehen)
  • ca. 20 Tage nach dem Auslegen ist die erste Düngung notwendig. Rasendünger mit Langzeitwirkung (bei uns erhältlich)
  • Rasenschnitt wie bei herkömmlichem Rasen
  • Der erste Schnitt ist bereits fällig, wenn das Gras ca. 6-8cm hoch ist. Am besten zwei Tage vor dem Mähen nicht mehr gießen. Ideal wäre der erste Schnitt mit einem Luftkissen-Mäher und Holztafeln auf den Schuhen, da sonst durch einen schweren Rasenmäher Rillen im Rasen entstehen können

PFLEGE BEI BESTEHENDEN RASEN

MÄHEN

  • Je mehr man auf einmal wegschneidet, umso mehr wird der Rasen belastet
  • Mähen Sie daher regelmäßig und in möglichst kurzen Abständen, mindestens ein Schnitt pro Woche
  • Die ideale Schnitthöhe beträgt ca. 3,5 – 4 cm
  • Achten Sie auf scharfe Messer und mähen Sie nur, wenn das Gras trocken ist
  • Im Sommer nicht zu tief schneiden, da sonst das Ausbrennen begünstigt wird, bzw. Sie auch gute Voraussetzungen für die ungeliebte Hirse schaffen. (Hirse ist ein Lichtkeimer, und keimt in dichtem Rasen sehr schlecht)

DÜNGEN

  • Im Frühjahr bei Tagestemperaturen ab 10 Grad können Sie schon mit organischem Dünger beginnen, besser ist es erst, wenn es wärmer wird
  • Rasenlangzeitdünger geben dem Rasen die optimale Nährstoffversorgung und reduzieren das Wachstum von Unkraut und Moos. 
  • Düngen Sie mindestens 3-4 mal pro Jahr (ca. alle 4-8 Wochen) laut den Anweisungen auf der Verpackung.
  • Nicht zu vergessen: die Herbstdüngung! Sie sollte im September durchgeführt werden. Am besten mit organischen Düngern wie Naturrein Rasendünger. Wichtig – damit Ihr Rasen den Winter gut übersteht.
  • Wird Ihr Rasen gelb, ist das ein Zeichen von Nährstoffmangel. Bei sandigen Böden, kann es auch notwendig sein alle vier Wochen zu düngen.
  • Das ist die Voraussetzung, dass Ihr Rasen dicht und grün bleibt. Richtig gedüngter Rasen bleit eher unkrautfrei. 
  • Infos für Teichbesitzer finden Sie im Kapitel Rasendüngung!

BEWÄSSERN

  • Beregnen Sie nur bei warmen und trockenem Wetter!
  • Der Rasen braucht je nach Witterung maximal 20 – 30 l Wasser pro m² und Woche
  • Teilen Sie die Bewässerung auf zweimal pro Woche auf
  • Gießen Sie in den Morgen- oder Abendstunden
  • Beregnen Sie den Rasen nicht mehr ab Mitte September

VERTIKUTIEREN

Der am besten geeignete Zeitpunkt ist nachdem die Fläche schon 3-4 mal gemäht wurde, damit die jungen Gräser und Wurzeln ausreichend im Boden verankert sind. Bei trockener Witterung den Rasen kurz mähen und dann nach dem Vertikutieren das Schnittgut sorgfältig entfernen. 

  • Wichtig ist die richtige Arbeitstiefe! Vertikutieren soll den Rasenfilz entfernen, nicht den Boden lockern! Durch das Anschneiden der Graswurzeln wird die Verzweigung und die Wurzelbildung angeregt. Das fördert das Wachstum der Gräser. Die Arbeitstiefe sollte nicht tiefer als 3 mm unter der Oberfläche liegen (bei zu tiefen Vertikutieren werden die Gräser unnötig ausgerissen und Platz für Wildkräuter geschaffen). Vertikutieren schafft den Rasenpflanzen Platz, der Neuaustrieb wird gefördert und die Anfälligkeit für Pilzbefall sinkt.
  • Vertikutiert wird in zwei Arbeitsgängen – erst längs und dann quer.
  • Ideal ist nach dem Vertikutieren ein Besanden mit Quarzsand 0,2-2mm. Aufwandmenge: wenn noch nie mit Quarzsand gearbeitet worden ist sind ca. 5kg/m2 bei häufigerer Anwendung reichen 2 kg/m2.

UNKRAUT BEKÄMPFEN

Mähen Sie Ihren Rasen und warten Sie 5 Tage. Dann besorgen Sie sich das Unkrautmittel „Loredo Quattro Universal Rasenunkrautfrei“ im Fachhandel oder bei uns. Folgendes Mischungsverhältnis ist zu beachten: 100 ml Loredo für 100 m2 Rasen in 10 Liter Wasser vermischen und aufbringen. Idealerweise geben Sie etwas Netzmittel noch dazu (als Ersatz können Sie auch 2-3 Tropfen Pril oder Ähnliches dazugeben).

Wichtig: keine anderen Zierpflanzen benetzen -> sie könnten kaputt werden. Dann warten Sie nochmal sieben Tage. Nun kann wieder normal gemäht werden. Die Anwendung des Unkrautvernichtungsmittel macht erst ab 20 °C Sinn!! Gute Ergebnisse erzielt man deshalb erst ab Mai!

ALLES ÜBER RASENDÜNGER

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen organischen und mineralischen Düngern. Die Nährstoffe sind größtenteils die gleichen (eigentlich überall ist Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) enthalten). Der Unterschied ist folgender:

Bei anorganischem Dünger liegen die Nährstoffe als reine Salze vor, entweder fest oder in Wasser gelöst. Bei anorganischem Dünger kann die Pflanze sofort auf die Nährstoffe zugreifen, es besteht aber die Gefahr der Überdüngung (Verbrennung).
Bei organischem Dünger sind die Nährstoffe in der Biomasse des Düngers enthalten (z.B. Blutmehl, Fischmehl, Bei organischem Dünger sind die Nährstoffe in der Biomasse des Düngers enthalten (z.B. Blutmehl, Fischmehl, Hornspäne oder Vogelmist). Erst im Boden werden die Nährstoffe nach und nach durch Mikroorganismen aus der Biomasse „herausgearbeitet“.

Da die Mikroorganismen aber nur eine bestimmte Menge an Nährstoffen umwandeln können, ist eine Überdüngung so gut wie ausgeschlossen. Für den Umwandlungsprozess brauchen die Mikroorganismen aber Energie, sprich Wärme. Daher „funktionieren“ organische Dünger erst bei Temperaturen so um die 8 °C richtig. Bei kälteren Temperaturen muss also mit anorganischem Dünger gedüngt werden.

Wir bieten folgende Produkte an:

Organische Dünger – Naturrein Rasandünger- Naturdünger
20 kg Sack für 400 m2, Streuwageneinstellung 8-9 (Bei Erstdüngung 100 Gramm/m2)

Seit Jahrzehnten bewährt, denn Natur braucht nur Natur!
Der Naturkreislauf ist ein geschlossenes, in sich funktionierendes System. Seit Jahrtausenden bildet das Bodenleben immer wiederkehrend neuen nährstoffreichen Humus.
Dieses Prinzip wird bei der natürlichen, aber nur bei der natürlichen Düngung aufgegriffen und gefördert. So kann die Natur ihren gewohnten Kreislauf fortführen und profitiert zusätzlich von einer regelmäßigen Bodenverbesserung.

Die wichtigsten Vorteile der organischen, natürlichen Düngung:

  • Zu 100 % aus natürlichen Rohstoffen, die die Natur verträgt und mag. Gesunde, gleichmäßige Pflanzenernährung
  • Bodenverbesserung und Bodenaktivierung
  • Viele zusätzliche Spurenelemente
  • Kaum Auswaschungsverluste
  • Zusätzliche Humusbildung
  • Bei sachgemäßer Anwendung keine Verbrennung und keine Überdüngung
  • Und sicherlich doch auch für Sie sehr wichtig: Natürliche Dünger bieten von Natur aus eine Sofort- und Langzeitwirkung über die gesamte Wachstumsperiode hinweg.

WICHTIG für TEICHBESITZER!

Keinesfalls darf beim Düngen entwas in den Teich gelangen, denn die enthaltenen Nährstoffe würden Algenwachstum verursachen.

Lösung für Teichbesitzer:
Es kann ein phosphorfreier Rasendünger verwendet werden. Diese sind nicht organisch, wirken deshalb sehr schnell. Sollten Ihnen bei der Ausbringung doch ein paar Kügelchen in den Teich gelangen, wird es deswegen keine Algenplage in Ihrem Teich geben. Auch diese Dünger sind bei uns auch erhältlich!

HIRSE IM RASEN

Ein wildes breitblättriges Gras wie dieses breitet sich in Ihrem Rasen explosionsartig aus?

Dann haben Sie vermutlich Hirse in Ihrem Rasen. Was kann man dagegen tun?

In den letzten Jahren hat sich durch die warme Witterung die Hirse explosionsartig ausgebreitet. Zur chemischen Bekämpfung gibt es Puma extra.

Alternativen ohne Chemie: Da die Hirse im Winter jedoch abstirbt, haben Sie im Frühjahr eine Chance, den Befall zu minimieren. Sie müssen durch Nachsähen, bzw. durch viel Düngen eine dichte Rasennarbe schaffen. Weiters sollten Sie den Rasen eher höher wachsen lassen, den die Hirsen sind Lichtkeimer. Das bedeutet, sie benötigt zum Keimen kahle Rasenstellen und dort ist auch genug Licht. Bei dichtem, gut mit Nährstoff versorgtem Boden, haben die Hirsesamen wenig bis keine Chance.