Pflanzenschutz

Ich bin kein Freund von chemischem Pflanzenschutz für den Hausgarten, leider führt manchmal auch hier kein Weg vorbei.


Es gibt aber auch alternative Möglichkeiten und Lösungen für Pflanzengesundheit:

Standortgerechte Pflanzen, richtige Sortenwahl, vor allem in genügendem Abstand gepflanzt, sind die Ausgangsbasis für ein gesundes Pflanzenwachstum. Pflanzflächen sind unkrautfrei zu halten, wenn nötig ist der Boden zu lockern und mit einer Mulchschicht zu bedecken. Diese Maßnahmen begünstigen ein rasches Anwachsen und die Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Krankheiten.


Blattläuse

Laubgehölze werden je nach Art von Blattläusen befallen. Sie können durch ihre Saugtätigkeit bei starkem Auftreten an Laubgehölze werden je nach Art von Blattläusen befallen. Sie können durch ihre Saugtätigkeit bei starkem Auftreten an Obst- und Laubgehölzen sowie an Rosen und Blütenstauden die Pflanzen schwächen. Spritzungen mit entsprechenden Mitteln schaffen Abhilfe. Zur Bekämpfung von Blattläusen gibt es im Handel auch biologische Präparate, deren Wirkungsdauer allerdings relativ kurz ist.

Blattläuse sind auch Überträger von Viruskrankheiten und sollten sich nicht ungehindert vermehren können.

Was kann ich tun, wenn ich keine Chemie einsetzen möchte?

  • Nützlinge schonen, ist das Gebot der Stunde! Nützlinge sind unter den Insekten Florfliegen, Marienkäfer, Schwebfliegen und Raubwanzen, die sich von Pflanzenschädlingen ernähren. Diese gilt es im Garten zu schützen, wenn chemische Maßnahmen nicht unbedingt nötig sind. Vor allem dann, wenn sich der Befall in Grenzen hält.
  • Stark befallene Zweige abschneiden

Buxbaumzünsler

Mittlerweile ist der Bux ohne regelmäßige Bekämpfung des Buxbaumzünslers nicht mehr zu erhalten. Ich empfehle, wenn es von der Gestaltung her möglich ist, die Pflanzen aus dem Garten zu entfernen.  


Biologische Bekämpfung des Buxbaumzünslers

Xentari ist ein biologisches Insektizid. Die Raupen fressen die behandelten Blätter und nehmen dabei die Bakterien auf. Die Raupen sterben innerhalb weniger Tage ab. Nach Aufnahme von Xentari tritt ein Fraßstop auf, sodass die Raupen bis zum Absterben keinen Schaden mehr verursachen können.
Herstellung und Anwendung der Brühe:
10g Xentari auf 10 lt Wasser. Produkt unter Rühren dazuschütten. Angesetzte Spritzbrühe möglichst an 1 Tag verbrauchen.
Auf gute Benetzung der Blattober- und Unterseite achten! Die Zugabe von Zucker (0,5-1%) erhöht die Wirkung (gesteigerte Fraßaktivität).
Anwendung ab Erscheinen der 1 Jungraupen. Evtl. ist eine Wiederholung der Anwendung erforderlich (Frühestens nach 1 Woche) – Ich empfehle monatliche Spritzung zwischen Mai und September.

Wer viel Zeit hat, kann auch die Bux mit einem scharfen Wasserstrahl abspritzen, und die Raupen vom Boden zusammenklauben. Das wirkt gut, ist aber sehr zeitintensiv!

Hier ein Bild eines geschädigten Buxbaums, der innerhalb von zwei Wochen komplett abgefressen wurde: