Pflasterungen

In jedem Garten braucht es Wege oder Plätze, wo man sich trockenen Fußes bewegen und aufhalten können. Oft müssen auch größere Flächen wie Terrassen, Garageneinfahrten oder Innenhöfe befestigt werden.

Stark genutzte Wege und Sitzplätze in Hausnähe müssen praktisch, leicht sauber zu halten und nach Niederschlägen schnell wieder trocken sein. Die Auswahl an Materialien ist riesig. Von Natursteinen wie Granit, Gnei usw. hin bis zur Formen- und Farbenvielfalt von Betonsteinen. Holen Sie sich einige Anregungen in der Fotogalerie. 

Hier sehen Sie die technischen Details, die beim Aufbau von Pflasterungen zu beachten sind:

Pflaster

Ausgleichsschicht (Splitt 2/4 mm)

Tragschicht

Planum

Untergrund

Als Oberbau bezeichnet man den Teil des Aufbaues vom Planum bis zur Oberfläche. Er besteht aus Tragschicht, Pflasterbett (Ausgleichsschicht) und Pflasterdecke. Das Planum ist die profil- und höhengerechte hergestellte Oberfläche über dem Untergrund.

Eine Tragschicht ist notwendig, wenn der Untergrund nicht die entsprechende Tragfähigkeit aufweist. Sie hat die Aufgabe, die Lasten aus der Pflasterdecke aufzunehmen und in den Untergrund zu verteilen. Die Decke der ungebunden Tragschicht schwankt je nach örtlichen Verhältnissen und der Belastung. Das Mineralstoffgemisch wird (bei größeren Dicken lageweise) eingebracht, verdichtet und profilgerecht abgezogen. Die Tragschicht muss wasserdurchlässig, die Oberfläche soll plan sein und das Gefälle muss dem zu verlegenden Betonsteinpflasterflächen entsprechen.

Die Tragschichtstärke bei begehbaren Wegen beträgt ca. 25 cm, bei PKW befahrbaren Flächen 40 cm und bei LKW befahrbarer Fläche 50 cm.

Eine Bettung oder Ausgleichsschicht dient zur Herstellung einer gleichmäßigen Auflage und zum Ausgleich von fertigungsbedingten Höhenunterschieden der Pflastersteine. Sie wird lose aufgebracht (meistens Splitt in Körnung 2/4 oder 4/8 mm), soll minimal 3 cm und maximal 6 cm betragen.

Die Fugenfüllung stellt die Verbundwirkung zwischen den Pflastersteinen her und verteilt dabei hohe Belastungen eines Einzelsteins durch horizontale Schub- und Druckkräfte sowie vertikale Schubkräfte auf die Nachbarsteine. Voraussetzung ist eine voll gefüllte Fuge.

Das Verfugen erfolgt kontinuierlich mit dem Verlegen der Pflastersteine, dabei wird das Fugenmaterial trocken bis zur vollständigen Füllung der Fuge eingekehrt. Die fertige, trockene und saubere Fläche wird gleichmäßig vom Rand zur Mitte hin mit einer Rüttelplatte gerüttelt. Dann erfolgt nochmaliges Einkehren. Bei farbigen Pflasterungen muss die Rüttelplatte mit einer gummimatte geschützt werden.