Pflanzenschutz1.) Allgemeines 2.) Krankheiten und Schädlinge bei Nadelgehölzen 3.) Krankheiten und Schädlinge bei Laubgehölzen Allgemeines Standortgerechte Pflanzen, richtige Sortenwahl, vor allem in genügendem Abstand gepflanzt, sind die Ausgangsbasis für ein gesundes Pflanzenwachstum. Pflanzflächen sind unkrautfrei zu
halten, wenn nötig ist der Boden zu lockern und mit einer Mulchschichte zu bedecken. Diese Maßnahmen begünstigen ein rasches Anwachsen und die Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Krankheiten. Blattläuse: Laubgehölze werden je nach Art von Blattläusen befallen. Sie können durch ihre Saugtätigkeit bei starkem Auftreten an Obst- und Laubgehölzen sowie an Rosen und Blütenstauden die Pflanzen schwächen. Spritzungen mit entsprechenden
Mitteln schaffen Abhilfe. Zur Bekämpfung von Blattläusen sind auch schon biologische Präparate im Handel, deren Wirkungsdauer allerdings nur kurz ist. Blattläuse sind auch Überträger von Viruskrankheiten und sollten sich nicht ungehindert vermehren können. Schildläuse:
Sind meistens erst sehr spät erkennbar, treten auch auf Nadelgehölzen auf - wie etwa beim Wacholder - und sind sehr schwierig in der Bekämpfung. Beste Erfolge werden mit einer Austriebspritzung erzielt. Nützlinge schonen! Nützlinge sind unter den Insekten Florfliegen, Marienkäfer, Schwebfliegen und Raubwanzen, die sich von Pflanzenschädlingen
ernähren. Diese gilt es im Garten zu schützen,da oft chemische Maßnahmen nicht nötig sind, vor allem dann, wenn sich der Befall in Grenzen hält. zurück zur Übersicht Krankheiten und Schädlinge bei Nadelgehölze 1.Fichte: Fichten-Gallenlaus: Es entstehen im Spätfrühjahr ananasförmige, grüne Gallen (gelbe Fichtengallenlaus) oder kleine, gelbe Gallen (kleine Fichtengallenlaus). Gallen von Mai bis Juni entfernen. Spritzungen vor Austrieb (März) mit einem Austriebspritzmittel. Im August wandern die geflügelten Läuse der Fichtengallenlaus auf die Lärche. Dort entwickeln sie sich
als Wollläuse weiter. Sitkafichtenlaus: Befallen werden vor allem Blaufichte (Blautanne, Omorikafichten) Es zeigen sich im Frühjahr im Inneren der Bäume Nadeln mit gelben Flecken, die später rasch braun werden und abfallen. Feststellung des Befalls: Weißes Papier unterhalten, Zweige schütteln. Läuse sind winzig und oft nur mit einem Vergrößerungsglas zu sehen.
Spritzungen im März-Mai und Oktober/November mit Neudosan bzw. im Frühjahr mit einem Austriebspritzmittel. zurück zur Übersicht
2. Föhre Kiefern-Schütte: Von Herbst bis Frühjahr zeigen sich braunfleckigeNadeln, die dann braun werden und im April/Mai abfallen. Abgefallene Nadeln bis im Juni entfernen. Ab Ende Juni mit Dithane M 45 oder Cuprofor fllüssig spritzen. Die Spritzung im August wiederholen. Kiefernknospentriebwickler: Triebknospen
werden im Sommer befallen und von der Raupe ausgehöhlt. Ersichtlich auch am Harzaustritt. Im Frühjahr fressen die Raupen in den Jungtrieben, die umknicken und absterben oder ein verkrüppeltes Wachstum zeigen. Befallene Triebe und Knospen sind auszubrechen und zu verbrennen. zurück zur Übersicht 3. Thujen Thujenminiermotte: Ist vor einigen Jahren vermehrt aufgetreten. Ab Mitte Juni/ Anfang Juli fliegen mottenähnliche Insekten, vor allem in den Abendstunden, um die Pflanzen. Spritzungen mit Epigon + Netzmittel, 3 x in Abständen von 10 Tagen vernichten die Insekten und die aus den abgelegten Eiern schlüpfenden Larven. Dimilin, etwa 10 Tage nach dem ersten Auftreten gespritzt, ist ein Entwicklungs-
hemmer. Schnitt im August, vor allem der Spitzentriebe, den Verbrennen des Schnittgutes tragen ebenfalls zur Vernichtung bei. Spritzungen im
Frühjahr sind wirkungslos! Thuja-Schuppenbräune: Gegen die “Schütte”, das Braunwerden der Thujennadeln im Inneren der Pflanze, mit einem Kupfermittel oder Antracol Ende Juni bis Oktober spritzen. Erkrankte Triebe bis Juni entfernen. Das Schadbild zeigt sich erst im August/September. zurück zur Übersicht
4. Wacholder Schädigung durch Schildläuse, die schwer erkennbar sind, da sie für Rindenschuppen gehalten werden. Schildläuse lassen sich abheben. Spritzungen wiederholt mit einem Insektizid im Sommer sowie im Frühjahr mit einem Austriebspritzmittel. Wacholderrost: Der Pilz überwintert in dem
Wacholdertrieben, es entstehen Verdickungen. Im März/April bildet sich ein schleimiges, orangegefärbtes Sporenlager. Wacholder ist der Zwischenwirt des Birnengitterrostes, der auf den Birnenblättern ab Mai an der Oberseite orange Flecken und im Juli/August an der Blattunterseite warzenartige Gebilde
verursacht. Bekämpfung: Wacholder im Herbst/Frühjahr mit einem Kupfermittel spritzen. Birnen ab Mitte Mai und 10 - 12 Tage danach mit Baycor. zurück zur Übersicht 5. Zucherhutfichte Wird an
ungünstigen, trockenen Standorten von der Spinnenmilbe befallen. Ganze Nadelpartien werden grau bis rotbraun. Erkennbar ist auch ein feines Gespinst. Spritzungen während des Sommers mit einem Insektizid. zurück zur Übersicht Krankheiten und Schädlinge bei Laubgehölze
Feuerdorn Mandelröschen Rhododendron Obst Rosen Feuerdorn: Feuerdornschorf, eine Pilzkrankheit, überwintert auf den abgefallenen Blättern und infiziert im Frühjahr die jungen Blätter. An den Früchten zeigen sich schwarze Flecken. Vor allem bei feucht- warmem Wetter kommt es zu einer vermehrten Infektion. Bekämpfung: Nach dem Austrieb
vorbeugende Spritzmaßnahmen in 7 - 14tägigen Abständen mit Baycor, Euparen Dithane M 45. Genaue Benetzung der Blattober- und -unterseite, besonders der Früchte, ist erforderlich. zurück zur Übersicht Mandelröschen (Prunus triloba): Die Spitzendürre ist eine Pilzkrankheit. Kurz nach der Blüte oder schon vorher welken Neutriebe und werden dürr. Abgestorbenes ist bis ins gesunde Holz zu entfernen. Spritzmaßnahmen Anfang bis Ende der Blüte in 7 - 10tägigen Abständen mit Benlate. zurück zur Übersicht
Rhododendren: Gefurchter Dickmaulrüssler verursacht ab etwa Ende Mai an den Blättern buchtenförmige Fraßstellen. Der Rüsselkäfer ist nachtaktiv und kann am besten abends mit Lannate W 25 bekämpft werden. Die Pflanzen werden aber durch die im Boden lebenden, engerlingähnlichen Larven durch Wurzelfraß geschädigt.
Bekämpfung der Larven im Frühjahr oder Herbst bei einer Bodentemperatur von 15 Grad C mit Nematoden im Gießverfahren. Dickmaulrüssler treten auch an Eiben, Azaleen, Thujen, Rosen, Flieder und Feuerdorn auf! zurück zur Übersicht Obst: Überwinternde, tierische Schädlinge werden am besten mit einem Austriebspritzmittel bekämpft. Die meist mineralölhältigen Mittel überziegen die Triebe mit einem Ölfilm. Darunter gehen die Schädlinge zugrunde. Eine umweltschonende Pflanzenschutzmethode. Auch Leimringe, an den Obststämmen angebracht, verhindern die Vermehrung von tierischen
Schädlingen. Pilzliche Krankheiten, wie Mehltau und Schorf, müssen zeitgerecht behandelt werden. Die Termine sind in den Pflanzenschutzstellen der Landwirtschaftskammer zu erfragen. zurück zur Übersicht Rosen: Rosenrost, Sternrußtau und Mehltau sind die drei meist verbreiteten Rosenkankheiten. Es muss schon rechtzeitig - also womöglich vorbeugend - mit einer Bekämpfung eingesetzt werden. Mehltau bereits bei Austrieb, Sternrußtau und Rosenrost ab Ende Juli/Anfang August. zurück zur Übersicht
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